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Norbert Siegl:

Kulturphänomen Graffiti. Das Wiener Modell der Graffiti-Forschung

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Teil 1:
Einleitung, Wiener Graffiti-Archiv und Institut für Graffiti-Forschung, Definition, Geschichte der Graffiti-Forschung

 

Einleitung:

Das Thema dieses Referates - als Objekt einer umfassenden Betrachtung - sind Graffiti. Es handelt sich dabei um eine ganz spezielle Kommunikationsform die international verbreitet ist. Neben den offiziellen Hinweisen und Signalen der Stadtverwaltungen, den Botschaften der Werbeindustrie, aber auch neben den anerkannten Texten, die sich der herkömmlichen Medien (wie Zeitschrift, Buch, Plakat, ...) bedienen - und die auf namentlich genannte und bekannte individuelle oder institutionelle Urheber rückführbar sind - existiert dieses uralte Zeichen- und Schriftsystem, das man bis in die Antike und in die Steinzeit zurückverfolgen kann. 


Morrison-Wall in Prag, 1997 - inzwischen ein historisches Dokument - die Graffiti sind längst den Renovierungen in der Altstadt zum Opfer gefallen.

Sicher ist, dass auf dem Medium Wand, dessen sich die Graffiti-Aktivisten bedienen, die ersten Zeichen und Schriften der Menschheit entstanden sind. Neben den vielen technischen Errungenschaften, welche die Textverarbeitung und Textverbreitung kultivierten - vom Buchdruck bis zur 500 Jahre jüngeren elektronischen Text- und Bildverarbeitung, oder der Kommunikation im Internet - besteht diese Kommunikationsform nach wie vor autonom weiter und gibt wichtige Auskunft über Bedürfnisse, Meinungen und Interessen der Menschen. Insofern positioniert sich die Graffiti-Forschung als Teilbereich der Meinungs- und Medien-Forschung.

Die Diskussion über Graffiti wurde in den letzten Jahrzehnten durch die wilden Schriften und großen Spray-Bilder der HipHop-Kultur (graffiti-writing) wieder aktualisiert. Hier soll in erster Linie auf das große, umfassende Spektrum von Graffiti hingewiesen, historische Bezüge hergestellt werden und anhand von Beispielen aus den letzten Jahrzehnten werden einige wichtige Bereiche aufgezeigt.

Link: http://graffitieuropa.org/edition.htm


 

Wiener Graffiti-Archiv und Institut für Graffiti-Forschung

Die Basis für meine Beschäftigung mit Graffiti ist das Wiener Graffiti-Archiv, das - nach Vorarbeiten seit 1976 - im Jahre 1978 gegründet wurde und heute über 40.000 Bilder aus verschiedenen Erhebungszonen umfasst. Zu Beginn meiner Arbeit stand das Sammeln, Dokumentieren und Archivieren im Vordergrund. Später wurden Auswertungen mit höherwertigen quantitativen und qualitativen empirischen Methoden vorgenommen, auf die ich im Rahmen dieses Referates noch näher eingehen werde. Neben der wissenschaftlichen Dokumentation konzentrierte ich mich in den letzten Jahren auch auf den Bereich der künstlerischen Fotografie, und es erfolgten inzwischen einige Ausstellungen des Materials.

Ab 1994 kam es zu einigen entscheidenden Erweiterungen: 
es wurde immer mehr Dokumentations-Material aus anderen europäischen Regionen miteinbezogen, und die Arbeit wurde mit internationalen Experten vernetzt. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die von mir im Auftrag des österreichischen Wissenschaftsministeriums durchgeführte Studie - KULTURPHÄNOMEN GRAFFITI - die auch dem Wiener Graffiti-Kongress des Jahre 1997 den Namen gab. 


Mit der Ausweitung der Graffiti-Forschung wurde der Arbeitsaufwand, v.a. im organisatorischen Bereich so groß, dass er für mich alleine nicht mehr bewältigbar war. Daher gründete ich 1996 gemeinsam mit der Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Mag. Susanne Schaefer-Wiery das Institut für Graffiti-Forschung (ifg). Dieses Institut ist auf Vereinsbasis (e.V., wissenschaftlicher Verein) organisiert und dient als internationale Dachorganisation der wissenschaftlich orientierten Graffiti-Forschung. Die wichtigsten Aktivitäten bisher waren die Konzeption und Organisation der Wiener Graffiti-Kongresse (1997 und 2006) Graffiti-Ausstellungen anlässlich des europäischen Jahres gegen Rassismus, eine Vielzahl von Fachreferaten und Vorträgen,  Lehrveranstaltungen in den Universitäten Wien und Graz, die Gründung der graffiti edition und der Auf- und Ausbau der ifg-website graffitieuropa.org. Diese Initiative umfasst heute ein Internet-Angebot mit hunderten Fach-Artikeln und tausenden Bildbeispielen und wird als das internationale Graffiti-Portal Nr. 1 beim Suchbegriff Graffiti geführt - siehe google international.

Darüber hinaus wurden die Datenerhebungen weiter fortgesetzt und im Rahmen von Feldforschungen München, Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz, St. Pölten, Sopron, Bratislava, Prag, Szombathely, London, Berlin, Leipzig, ..., erkundet. 

Ein weiterer Bereich der Institutsarbeit - nämlich die Beschäftigung mit der Jugendkultur der Writer/Sprayer - konnte in Form von fünf Europa-Workshops für Jugendliche verwirklicht werden. Im Bereich des legalen Zugangs zu Graffiti spielte und spielt das ifg eine wichtige Rolle als Ansprechpartner und Berater von Stadtverwaltungen und Politikern: http://graffitieuropa.org/legalwalls.htm . 2006 kam es zu einer Neugründung des ifg mit verändertem Vorstand.

Das Wiener Graffiti-Archiv/Graffiti-Doku Europa besteht neben dem Institut als "Europäisches Dokumentationszentrum Graffiti und Street-Art" autonom weiter, kooperiert aber eng mit dem ifg - Statuten und Antrag auf Mitgliedschaft finden sie als pdf-Dokument auf der ifg-Website.

Links:
http://graffitieuropa.org/archiv.htm


 

Definition

Bevor ich weiter über Graffiti berichte, möchte ich zuerst auf die Wortherkunft eingehen und die im Wiener Graffiti-Archiv entwickelte Definition zur Diskussion stellen:

Wortherkunft:

Graffiti (Einzahl Graffito); der Begriff leitet sich etymologisch vom griechischen Wort graphein ab. Im italienischen Sprachraum entwickelte sich aus sgraffiare (= kratzen, das Gekratzte) sgraffiti bzw. graffiti. Die Bezeichnung Graffiti, die früher ganz konkret nur die "gekratzten" Mitteilungen an archäologischen Fundorten meinte, wird heute insofern erweitert angewendet, indem sie auch Botschaften des "auftragenden Verfahrens", bei welchem Substanz hinzugefügt wird, miteinbezieht. Von diesen Graffiti sind weit mehr zu finden, nur überdauern sie selten einen längeren Zeitraum.

Definition:

"Graffiti ist heute ein Oberbegriff für viele thematisch und gestalterisch unterschiedliche Erscheinungsformen. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich um visuell wahrnehmbare Elemente handelt, welche ungefragt und meist anonym, von Einzelpersonen oder Gruppen, auf fremden oder in öffentlicher Verwaltung befindlichen Oberflächen angebracht werden."

In der Variante der modernen Graffiti-Formen der Sprayer (= graffiti writing) bezieht der Begriff inzwischen auch offiziell ausgeführte Auftragsarbeiten und künstlerische Produktionen mit ein.

Sgraffitohaus in NÖ

Das wichtigste Klassifikationsmerkmal bei der Zuordnung zum klassischen Graffiti-Begriff ist, dass eine Botschaft "ungefragt" - ohne Genehmigung des Eigentümers - auf fremde Flächen gemalt, geschrieben, gesprayt, gekratzt, ... wurde. Ältere Graffiti-Definitionen operieren mit dem Begriff der Legalität bzw. Illegalität. Damit ist keine Trennschärfe zu erreichen, da viele Graffitiformen traditionell zur Kultur der Menschheit gehören und keineswegs unter Strafandrohung stehen. Man denke dabei etwa an die Kommunikation auf öffentlichen Toiletten, oder an den Brauch Verliebter, ihre Initialen an Bäumen zu hinterlassen, ... 

Auch die Betonung der vielfältigen Erscheinungsformen von Graffiti ist sehr wichtig, da ganz unterschiedliche Assoziationen mit dem Begriff verbunden sind und eine Vernachlässigung der Differenzierung zu Verständigungsschwierigkeiten führt.

Link: http://graffitieuropa.org/definition.htm 


 

Geschichte der Graffiti-Forschung

Archäologische Funde:

Historisch gesehen begann die wissenschaftliche Beschäftigung mit Graffiti um 1850 durch Archäologen und Altertumsforscher. Sie begannen, die inoffiziellen Mitteilungen, die sie bei ihren Ausgrabungen in antiken Städten fanden, aufzuzeichnen und zu sammeln. Besondere Bedeutung erlangte die Sammlung Zangemeisters aus Pompeji und Herculaneum, erstmals veröffentlicht im Jahre 1871, die im schulischen Lateinunterricht verwendet wurde und die auch heute noch von Herausgebern historischer Graffiti-Bände als Fundgrube genützt wird. So erschien in den 1990er-Jahren ein Buch mit dem Titel "Decius war hier", in dem erneut Teile von Zangemeisters Sammlung wiedergegeben sind.

Aktuelle Forschungen werden in verschiedenen antiken Orten durchgeführt, z.B. in Ephesos von österreichischen Archäologen - http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/antike-graffiti-geritzt-nicht-gespruht/10.html

Retiradenreime, Toilettengraffiti:

Ab der Jahrhundertwende erweckten Graffiti auch das Interesse von Volkskundlern. Die bedeutende (in Leipzig erschienene) sexualwissenschaftliche Zeitschrift Anthropophyteia des Wiener Forscher F.S.Krauss enthält frühe Sammlungen von Toilettengraffiti (Retiradenreime) aus Europa und Übersee. 

Graffiti von Gefangenen:

Zu den antiken Inschriften und Zeichnungen und der Variante der Klograffiti kam als dritter Bereich die Beschäftigung mit den inoffiziellen und verbotenen Äußerungen von Gefangenen. Der bekannte italienische Kriminalist Lombroso war Pionier auf diesem Gebiet und stellte eine große Sammlung zusammen - leider verstand er es nicht, sie richtig zu interpretieren.
Aus Österreich ist die Sammlung Petrikovics aus dem Wiener Polizeigefangenenhaus erwähnenswert. Graffiti aus dem Kölner Gestapo-Gefängnis sind ebenfalls in Buchform veröffentlicht, zudem wurden die ehemaligen Zellen in ein Museum umgewandelt, und man kann sich dort authentisch mit den Sorgen und Bedürfnissen der Inhaftierten auseinandersetzen.

Sprach- und Sozialwissenschaftlicher Zugang:

In den USA beschäftigte sich der Sprachwissenschaftler Read mit Graffiti und sein Lexikon umgangssprachlicher Ausdrücke, das er in den 1920er und 1930er Jahren bei Reisen im Nordwesten der Vereinigten Staaten zusammenstellte, ist in einer Neuauflage (bei maledicta press) wieder zugänglich. Das Werk hatte großen Einfluss auf die US-amerikanische Graffiti-Forschung, die ab etwa 1960 stark multidisziplinär betrieben wurde, indem sich Pädagogen, Soziologen, Psychologen, und weiter auch Volkskundler und Archäologen mit dem Gegenstand auseinander setzten. 

Meinungsforschung und Einstellungsmessung:

In den USA gab es auch erstmals statistisch, empirische Versuche, um Graffiti für Meinungsforschung und Einstellungsmessung zu nutzen. Dies hing eng mit der Unzufriedenheit mit den gängigen, meist auf Fragebögen und Interviews beruhenden "reaktiven" Messungen zusammen, deren Einsatzmöglichkeiten begrenzt sind. Im Zuge dieser methodischen Auseinandersetzungen entwickelten sich in den so genannten "non-reaktiven" Messverfahren alternative Möglichkeiten, die eine sinnvolle Ergänzung bieten und Fehlerquellen ausschalten sollten.
Themen der amerikanischen Untersuchungen waren vor allem die Einstellungen zu Homosexualität, zu Rassismus und dann natürlich die Frage nach den geschlechtsspezifischen Mustern bei der Kommunikation, welche die Forscher seit etwa 100 Jahren immer wieder beschäftigte.

In Europa wurde Ende der 1970er Jahre damit begonnen, Graffiti weiträumig zu dokumentieren - in Gent (Lievens), Brüssel (Avau), Wien (Wiener Graffiti-Archiv) und Kassel (Thiel, Beyer)  wurden größere systematische Sammlungen aufgebaut. Etwas später nahm sich dann auch die damalige deutsche akademische Welt des Gegenstandes an, der hervorragende Reader des Sozialpädagogen Müller aus Tübingen (1986) hat auch heute noch einiges an Aktualität. Neben den wissenschaftlich orientierten Forschungen und Sammlungen erschienen in Deutschland Mitte der 1980er-Jahre einige populär aufgemachte und wissenschaftlich wenig informative Sammelbände von Graffiti-Sprüchen im Heyne-Verlag.

Graffiti-Lexika

Bisher wurden im deutschen Sprachraum zwei Graffiti-Lexika herausgegeben:
das erste von einem Münchner Volkskundler - kulturhistorisch informativ, sehr auf jugendliches Niveau zugeschnitten und leider nicht mehr im Handel erhältlich. Das zweite von Bernhard van Treeck, angeblich ein Facharzt für Psychiatrie mit eigener künstlerischer Vergangenheit als "Axel Mazurka". Während das erste Lexikon immerhin eine homogene Betrachtungsweise bietet ist die van Treek'sche Publikation ein zusammengewürfeltes Elaborat mit irreführenden Termini und falschen Behauptungen.

Auch im Internet ist der lexikalische Ansatz inzwischen weit verbreitet - in diesem Bereich gilt der Toilettenreim aus der Wiener Universität: "Die Wissenschaft, die ist und bleibt, was einer ab, vom andern schreibt".

2005 wurde ich als Vertreter der internationalen Graffiti-Forschung damit beauftragt, die Stichworte GRAFFITI und STREET-ART für die Neuauflage der 30-bändigen Brockhaus-Enzyklopädie zu bearbeiten. Erstmals konnte in diesem Zusammenhang der Begriff Graffiti-Forschung in seriösem Umfeld präsentiert werden, ebenso fanden darin die wichtigen Namen und Begriffe der Graffiti-Forschung (Saul Len, Irmela Mensah-Schramm, Axel Thiel, Jose Lodewick, ...) Erwähnung. Siehe: Text- und Bildbeiträge zu den Stichworten „Graffiti“ und „Street-Art“ in der 30 bändigen Brockhaus Enzyklopädie 2006, 21. Auflage, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Leipzig. ISBN 3-7653-4100-2

Ähnlich konfus wie in den van Treek'schen Publikationen wird der Begriff Graffiti in der "freien" Enzyklopädie wikipedia präsentiert. Besonders zu bemängeln sind die manipulierten Literaturlisten, die wiederum alle auf van Treek und den Berliner Schwartzkopf-Verlag verweisen und die vielen anderen - seriös wissenschaftlichen - Ansätze verschweigen.

Graffiti-Enzyklopädie

Im Rahmen der online Enzyklopädie der Graffiti-Forschung, deren Basis die 2001 veröffentlichte Papierversion der Graffiti-Enzyklopädie ist, informiert das Institut für Graffiti-Forschung laufend über alle bekannten und neuen Aspekte von Graffiti: http://graffitieuropa.org/enzyklopaedie.htm . google führte die Website des Instituts für Graffiti-Forschung schon im Jahre 2004, und ab April 2006 neuerlich als die internationale Nummer 1 bei diesem Suchbegriff. Heute wird sie dort als internationales Graffiti-Portal präsentiert.

Der oben erwähnte Volkskundler (Peter Kreuzer) unternahm in den 1990er-Jahren in München den Versuch, die Writer-Szene zu einer Europäischen Graffiti Union (EGU) zusammenzufassen und damit eine Interessensvertretung für diese Form der Jugendkultur zu schaffen. Was aus dieser Initiative geworden ist, entzieht sich meiner Kenntnis - medial treten weder Kreuzer noch die EGU in Erscheinung - und heute existieren weltweit unzählige Writer-Crews, auf unterschiedlichen Organisationsniveaus. Unangenehm ernst wurde die Kreuzersche Idee von einer Wiener Sprayergruppe genommen, die unter der Bezeichnung WGU eine Monopolstellung beanspruchte und alle anderen Ansätze zu verdrängen wollte - siehe dazu auch: Graffiti in Wien - http://www.graffitieuropa.org/graffitiwien.htm .

Ein wichtiger Beitrag auf dem Gebiet der Writer-Kultur stammt von Susan Farrell und Brett Webb, die mit ihrer Website "art crimes" eine international bestückte Galerie von Pieces und Master-Pieces einrichteten, auf der Informationen über Produkte, Publikationen und events - hauptsächlich HipHop-spezifisch - weitergegeben werden. 

Das Medium Internet ist inzwischen von Graffiti-Homepages überwuchert, die Suche unter dem Begriff Graffiti mit der Suchmaschine google ergab im Jänner 2005 rd. 7.000.000 Treffer, im August 2006 48.400.000 und am 23.4.2008 39.100.000 Treffer. Eine Auswahl von Seiten mit wissenschaftlicher bzw. jugendkultureller und künstlerischer Relevanz bietet die "best links" - Seite des ifg.

Wer im Internet nach Informationen über Graffiti sucht, kann sich auch auf wenig zweckdienliche Erfahrungen gefasst machen. Wie weit mit dem Begriff Graffiti, abseits seiner eigentlichen Bedeutung operiert wird, soll folgendes Beispiel verdeutlichen: 
Bei Explorationen im Internet stieß ich auf eine Seite mit dem viel versprechenden Titel "mexican graffiti". Als ich die Seite anklickte, führte der Link auf die Speisekarte eines mexikanischen Spezialitätenrestaurants in Australien. Erfahrungen dieser Art sind alltäglich, es gibt inzwischen Werbeagenturen, Online-Portale, Reinigungsfirmen etc. die man unter diesem Begriff finden kann.

Einige fachlich fundierte Überlegungen zur Entwicklung der Graffiti-Forschung sowie eine kritische Betrachtung der inflationär auftretenden Graffiti-Forschungswelle unter Studenten finden sie auf der Seite des Graffiti-Vereins Leipzig - http://www.graffitiverein.de/Forschung/FR_Forschung_Geschichte.html . Ob sich jemand tatsächlich mit Graffiti beschäftigt hat, erkennen sie am einfachsten beim Umgang mit der wissenschaftlich üblichen Terminologie - Graffiti - Graffito - Graffiti-Bewegung. Wer mit Graffities, Grafitis, Grafitties, Graffitis etc. aufwartet, hat meistens keine Ahnung worum es geht, bzw. keine Kenntnis der wissenschaftlichen Literatur auf diesem Gebiet.

Eine Kuriosität stellt die seit kurzem zugängliche eu-domaine http://www.grafiti.eu/ dar, wo unter dem völlig unüblichen Begriff GRAFITI eine unzureichende Definition sowie eine komplett falsche Sicht der Graffiti-Forschung verbreitet wird. Die Autoren dieses Elaborates bleiben selbstverständlich anonym, ebenso wie die Verfasser des wikipedia-Artikels.

 

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